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30.03.2015

 

Kelleraußentreppe selber bauen

 

 

Eine Kelleraußentreppe selber anbauen will gründlich überlegt werden.

 

Hallo ASi,

wir wollen an unserem Keller eine Außentreppe anbauen und müssen dafür die Voraussetzungen prüfen. Was ist zu beachten?

Grüße

T.

 

 

Hallo T.,

 

Der nachträgliche Einbau einer Kelleraußentreppe ist hinsichtlich Konstruktion und Abdichtung sicher eine Aufgabe für ein einschlägig tätiges Fachunternehmen. Hier dennoch einige Hinweise: Der Bau einer nachträglichen Kelleraußentreppe hat so seine Tücken, besonders wenn mal vorübergehend drückendes Wasser zu erwarten ist. Außerdem ist auch das Regenwasser abzuführen das von oben hinein regnet, sofern keine Überdachung vorgesehen ist.

Voraussetzung aus meiner Sicht ist erstmal ein Plan der funktioniert. Also: Sohle aus Beton mit Stahlmatten muss zum Haus, bzw. Keller natürlich wasserundurchlässig angeschossen werden, ebenso die Wände. Ich kenne ja die Boden- und Wasserverhältnisse bei Euch! Es muss daher erstmal eine wasserdichte Wanne hergestellt werden, bevor Überlegungen zur Treppe anstehen. Ein Konstruktionsplan wird erforderlich!

Mit freundlichem Gruß

ASi Abdichtung

 

 

Hallo ASi,

ich hatte mir das so vorgestellt, dass wir die Außenwände direkt an die

Außenwand mauern und dann das ganze an der Kannte mit dem Bitumenzeug

abdichten. Die Mauern werden ja dirket auf das Fundament aufgemauert, da

dürfte ja eigentlich keine Fuge entstehen. Unter dem Fundament bzw. in

das Fundament an der Hohlkehle soll ein KG_Rohr an der Drainage liegen,

damit das Wasser ungehindert zur Pumpe kommt und gleichzeitig ein

Abfluss mit Rücklaufstopp für den Kellereingang angeschlossen werden.

Aber du könntest mir da sicher noch was zu sagen. Bis jetzt ist auch

erst der Aushub gemacht und ich hab mich mit nem befreundeten Maurer

unterhalten wie das ganze laufen könnte.

Gruß

 

 

Hallo T.

Die neue Betonsohle sollte auf gleicher Höhe wie der Kellerbeton liegen.

Vorm Betonieren sollte an der alten Betonsohle ein Schaumstoffprofil (offenporig) von 2-3 cm Durchmessers z.B. mit Klebeband oder Schellen angebracht werden, das dann nach dem Betonieren genau mittig zwischen altem und neuem Beton liegt. Dieses kann man notfalls später verpressen, wenn es zu Wassereintritt zwischen alter und neuer Betonsohle kommen sollte. Das Profil kann an beiden Seiten fast bis zur Außenkante der neuen Betonsohle durchgeführt werden (oder die Enden zu spachteln).

Die Drainage sollte nicht in die neue Betonsohle hineingelegt werden, sondern darunter bleiben; ggf. reicht dort aber auch ein Filterkiesbett unter dem Beton der Kellertreppe das mit einem Filtervlies eingepackt wird, um das Wasser zur Pumpe durchzulassen. Ggf. für den Ablauf ein KG-Rohr Richtung Pumpe unter der Sohle verlegen.

Ein Abfluss mit Rückstauklappe/Kugel ist oft ein mächtiges Teil und funktioniert natürlich auch nur, wenn das Wasser auch abgepumpt wird. Dies in die neue Kellertreppe richtig einzubauen ist auch nicht gerade einfach. Man muss aufpassen, dass die Außenwände der Treppe auf einer durchgängigen Betonsohle stehen und nicht von unten Wasser hoch drücken kann. Also einfach im Beton einen Schlitz für den Abfluss unter den Wänden bis zur Außenkante aussparen ist problematisch - besser ein Abflussloch im frei bleibenden Boden.

Bei der Abdichtung der Wände zur Kellerwand und unten herum zum Beton sollte außenseitig eine Hohlkehle aus Sperrmörtel mit ca. 2 cm Ausrundung und darauf eine 2K Dickbeschichtung eingebaut werden. Das sollte dann für nicht drückendes Wasser ausreichen. Oben herum als Sockelabdichtung vorher auch wieder Dichtungsschlämme einbauen, die aus dem Boden ca. 10 - 15 cm heraus schaut.

Gruß
ASi Abdichtung

 

 

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