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Planung-Beratung-Schadensanalyse und Konzept zu Trockenlegung, Kellerabdichtung, Horizontalsperren, Injektionstechnik...

06.07.2015

 

 

Scheinfundament

 

 

Anfrage von Bauunternehmer C.

 

 

Hallo Firma ASi,

sende Ihnen einige Fotos zur "aufsteigenden Feuchtigkeit" bei Betonsäulen. Bitte um Besichtigung und ggf. Angebot der Injektionsarbeiten zur Herstellung einer nachträglichen Horizontalsperre, um die Säulen wieder trocken zu legen.

Mit freundlichem Gruß

Bauunternehmen C.

 

 

 

Hallo Herr C.

 

ohne Anspruch auf Vollständigkeit kann ich ohne Besichtigung hier nur spekulieren:

Auf den zugesandten Bildern sind runde Betonsäulen auf einer Terrasse zu sehen, die am Fußpunkt (Betonpflasterplatten), mit einer Art Ziermanschette oben in mehrfach gestuften Ringen und darunter in Quadratform als Sockel (ähnlich wie bei antiken Säulen) ummantelt sind.

Nach Betrachtung der Bilder bestehen wie oft mehrere Möglichkeiten - auch ist das Material dieser Ziersockel nicht bekannt.

Allerdings gehe ich davon aus, dass die Ursache - sagen wir mal "eher" auf Kapillartransport, Diffusion und Kamineffekt des oberflächennahen Regen-, Sicker- und Spritzwassers zurückzuführen ist, das ggf. im Schlitzbereich zwischen Beton und Manschette aufsteigt, sich dort bildet, oder von oben oder unten eindringt; als auf eine Betonsäule aus Ortbeton.

Außer dem Regen oder Spritzwasser, das oberflächlich auftrifft, kommt unterhalb des "Scheinfundamentes" auch der Bereich über und unter den Pflasterplatten als wasserzuführende Grenzschicht in Betracht.

Auch Kondenswasser aufgrund von Taupunktunterschreitung zwischen der Ziermanschette und der Betonsäule ist nicht völlig ausschließbar, da sich dort durch Sonneneinstrahlung oder sonstige Wärmeeinwirkung die "Ziermanschette" stärker aufwärmt, als die von unten her ständig gekühlte Betonsäule.

Dies wird noch verstärkt, falls es sich bei dem Ziersockel um Hartschaumdämmstoffe handeln sollte. In letzterem Fall wärmt sich dieser zwar nur unwesentlich auf, verhindert aber in gleichem Maße die Erwärmung der eingepackten Betonsäule dahinter, wodurch große Temperaturgefälle entstehen können.

Eventuell ergeben sich die restlichen Unwägbarkeiten aus Oberflächenkapillarität des Betons, die auf eine ggf. nicht vorhandene Vertikalabdichtung der Säulen im Erdreich und aufsteigend zurückzuführen sind.

Diese Vertikalabdichtung hätte aus Dichtungsschlämme bestehen können, die noch ca. 15 cm über der Ziermanschette herausragt. Nachträglich diese 15 cm über den Scheinfundamenten zu Schlämmen wird das Problem vermutlich aber nicht beheben.

Welchen Anteil die verschiedenen Konstruktionsfehler am feststellbaren Schaden haben ist Spekulation.

Ob eine wasserundurchlässige Beschichtung der Betonsäulen diesen Schaden vollständig verhindert hätte, bleibt vorerst ebenfalls unklar.

Ich vermute aber, dass eine Injektion in den Säulenkern keine Besserung bewirkt, da es sich sehr wahrscheinlich um einen oberflächennahen Wassertransport handelt. Konkrete Vorschläge sind aber einer Ortsbesichtigung vorbehalten, die ich kurzfristig anbiete. Geben Sie bitte 2-3 mögliche Besichtigungstermine herein.


Mit freundlichem Gruß

ASi Abdichtung

 

 

 


 

 

Kundenfragen - ASi-Antworten zu Kellerabdichtung, Trockenlegung, aufsteigende Feuchtigkeit, Betonsäulen, Scheinfundament, Ziermanschette, Kapillarfeuchtigkeit?

 

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