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Planung-Beratung-Schadensanalyse und Konzept zu Trockenlegung, Kellerabdichtung, Horizontalsperren, Injektionstechnik...

17.09.2015

 

 

Stützmauer sanieren

 

 

 

Anfrage von Herrn K.E.


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

gerne wüde ich mich von Ihnen beraten lassen bzw. Ihre Meinung zu meinen Planungen hören. Zum Verstaendnis schicke ich eine Handzeichnung (siehe Anhang), weshalb ich das Anfrageformular auf Ihrer Homepage nicht nutze und statt dessen eine E-Mail schicke.

 

 Stuetzmauer sanieren

 

Wie ich Ihren Ausführungen auf Ihrer Homepage entnehmen konnte, sind sie - aus verständlichen Gründen - kein Freund von Drainagen.

 

In meinem Fall jedoch wäre eine Drainage - so denke ich - durchaus sinnvoll und hoffe, dass sie das auch so sehen. Das Objekt ist ein Haus in Garmisch-Partenkirchen, Baujahr 1907, ohne Keller, die Betonaußenmauern stehen auf Bruchsteinen. Das Haus wird zum Hang hin abgestützt mit einer Betonmauer, ebenfalls 108 Jahre alt und mittlerweile stark mit Moos bewachsen, z.T. sind Betonstücke herausgesprengt (Frostschäden). Ich möchte die Betonmauer vom Moos befreien und versuchen, dass die Mauer durch folgende Maßnahmen in Zukunft weniger Feuchtigkeit abbekommt:
 

 

  • Ausbessern der Frostschaeden und Streichen mit einer wasserabweisenden Farbe (so dass der Regen abperlt). Die Farbe sollte dennoch diffusionsoffen sein, damit die Mauerfeuchtigkeit nach aussen diffundieren kann. Welche Materialien koennen sie empfehlen?

 

  • Verlegen einer Drainage zwischen Haus und einer ca. 1,80m hohen und 15m langen Stuetzmauer (wie in der Skizze), damit der Boden durch den Regen (Wetterseite) weniger durchfeuchtet wird. Rechts und links der Drainage soll der Boden abgeschrägt werden, damit das Wasser zur Drainage abläuft. Zusätzlich soll ein Geovliess verlegt werden, damit das Wasser mehrheitlich nicht in den Boden versickert, sondern zur Drainage abfliesst (oder waeren hier Drainagematten besser?). Das ganze wird mit Kies gefüllt. Die Drainage endet in einer Sickergrube. Gefahr von Hochwasser ist nicht gegeben (wegen exponierter Lage auf einem Felsen. Wie tief muss die Drainage liegen und welche Materialen wuerden sie verwenden? Besten Dank für Ihre Bemühungen im Voraus. Ich freue mich über eine Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen. 

 

 

Stellungnahme zu ihrer Anfrage

 

Hallo Herr K.E.

aus ihrer Zeichnung ist nicht ersichtlich, wie groß der Abstand zwischen dem Haus und der Stützmauer ist. Gehen wir hier mal von einer Breite von 1,50 m aus, auf der die Niederschläge derzeit versickern.

Eine Ausschachtung zwischen Stützmauer und Haus kommt aus statischen Gründen nicht in Frage – auch eine Trockenlegung durch verschiedene Injektionstechniken ist zwar möglich, würde aber weit über das Ziel hinausschießen. Sinnvoll erscheint die Reduzierung der Wassermengen durch Kanalisation der Niederschläge und anschließend die Stabilisierung und den Schutz der Stützwand von außen, soweit zugängig.

 

1. Reduzierung der Wasserbelastung


Da oberhalb der Stützmauer erhebliche Wassermengen anfallen können, werden Sie die Stützwand mit einer herkömmlichen Drainage nicht signifikant entlasten können - und auch das Filtervlies wird das Wasser nicht in die Drainage einleiten können, da es wasserdurchlässig ist. Mit anderen Worten: Das meiste Wasser wird weiterhin im Boden versickern. Das Vlies hat die Funktionen: Wasserdurchlässigkeit (begrenzt), Schutz und Trennung von Bauteilen und Böden, sowie Schutz gegen Durchwurzelung.

Auch die „normale“  Bodenfeuchtigkeit, ggf. auch Schichtenwasser unter dem Haus werden die Stützwand unabhängig von Regenfällen weiterhin durchfeuchten können – eine vollständige Trockenlegung der Wand ist damit erstmal nicht in Sicht – allerdings gibt es Maßnahmen, die Situation deutlich zu verbessern:

Machbar ist die Oberflächendrainierung durch Herstellung eines geschlossenen Betonpflasters im Magerbetonbett, bei dem eine modulierte Ablaufrinne das Oberflächenwasser zur Seite ableitet und vor der Wand die Versickerung verhindert. Auch eine Kombination von Pflaster und Entwässerungsrinne mit Rostenabdeckung (auch mit Ablaufrohren durch die Stützmauer ist denkbar (siehe Wasserspeier).

Auch könnten Niederschläge durch ein hergestelltes Gefälle über die Stützwand hinweg abgeleitet werden. Dazu müsste die Stützwand mit einer oberflächendichten Konstruktion (z.B. Betonplatte), mit Auskragung über die Wand hinaus abgedeckt und mit geeigneter Abtropfkante ggf. in eine Dachrinne oder mit mehreren Abtropfrohren (Wasserspeier) ausgestattet werden. Vorteilhaft wäre dabei die wasserundurchlässige Überdeckung des Mauerkopfes.

Eine Weitere Möglichkeit der Entlastung ist eine Drainierung am Fußpunkt der Stützmauer. Dort könnten Schrägbohrungen ins Erdreich erfolgen und dahinter aufstauendes Wasser abführen.

 

2. Die Bearbeitung der Stützwand

 

Der Mauerkopf der Stützwand sollte abgedichtet werden. Dazu könnte die Erde auf der Innenseite bis 30 cm entfernt werden und der Mauerkopf könnte mit Zementmörtel geglättet und mit Dichtschlämme abgedichtet werden. Auf dem Mauerkopf sollte dann beispielsweise eine Betonplatte mit Abtropfkante verklebt werden, die möglichst 10 cm über die Mauer auskragt.

Die Stampfbetonwand kann durch Hochdruckreinigung gesäubert werden. Da sie von der Erdseite her weiterhin von Feuchtigkeit belastet bleibt, spielt die Dampfdiffusion im Außenbereich nicht die wesentliche Rolle. Es geht eher um eine Stabilisierung, die man z.B. mit einer kunsstoffmodifizierten Dichtschlämme erreichen kann. Abschließend kann nach vielleicht 2-3 Monaten ein Sockelputz und später eine Silikat-Fassadenfarbe nachgerüstet werden.

Geeignete Farben, die im speziellen Einzelfall eingesetzt werden können, senden wir im Anhang mit, (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Mit freundlichem Gruß

 

ASi Abdichtung

 

 

siehe auch

 


 

 

 


 

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